Analyse des
Scherzos, op. 28, von Johann Sengstschmid

Trio (Takt 109 bis 129)

Ein Lehrbeispiel für den dreistimmigen Satz ohne Reminiszenztöne nach der Technik mit Parallelen Klangreihen stellt der Trio-Teil des Scherzos, op. 28, von Johann Sengstschmid, dar. Als Bezugsakkord fungiert der "pentatonische Akkord".

In den Takten 109 bis 148 bringt fast jeder Takt einen neuen pentatonischen Klang. Sämtliche Töne des dreistimmigen Satzes sind im jeweiligen Klangreihenakkord rückverbunden: So scheinen im Trio-Anfangstakt (Klangreihenakkord Nr. 37 mit den Akkordtönen "h-d-e-fis-a" bzw. "e-fis-a-h-d") ausschließlich genau diese fünf Töne auf, wobei sie einmal oder mehrmals und in den verschiedensten Tonlagen gebracht werden

Die in der traditionellen Musik verpönten Quintenparallelen spielen im Klangreihenbereich keine Rolle. Wenn sie gut klingen, ist dagegen nichts einzuwenden (Beispiele: Takt 123, zwischen 1. und 2. Stimme; Takt 126, zwischen 1. und 2. Stimme).

Während bei der eigentlichen Klangreihentechnik beim Übergang von einem Klangreihenakkord zum darauffolgenden der obligate Sekundschritt in der Stimmführung auftritt, wird diese Stimmführungsregel im Bereich der Parallelen Klangreihen ebenso wie im Vierklanggruppenbereich aufgehoben, denn es lassen sich nicht andauernd all die vielen obligaten Sekundschritte auf kleinstem Raum unterbringen, ohne daß die musikalische Gestaltungsfreiheit leidet.

Scherzo-Analyse:
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Technik mit Parallelen Klangreihen:
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Das Werk erschien im
Möseler Verlag, Wolfenbüttel und Zürich, 1971 (siehe auch: Scherzo für Blockflötenquartett).

Folge der Skriptumblätter:

Kurze Erörterung;
Klangreihen des Scherzos: Hauptteil, Trio;
Noten mit Numerierung der Klangreihenakkorde:
Hauptteil: Seite 2, Seite 3, Seite 4, Seite 5, Trio: Seite 6, Seite 7.

Hörmöglichkeit
Hörmöglichkeit der Fassung für Saxophonquartett

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siehe auch:

Johann Sengstschmid
Werkeinspielungen
Werkeinführung mit Analyse
Publikationshinweise (Noten)
Notenverzeichnis

Fachbegriffe (Stichwortverzeichnis)
zusammengesetzte dreiteilige Form
Allgemeines zur Klangreihe
Allgemeines zur Klangreihen-Kompositionstechnik

Zur Frage der "offenen Quinten- und Oktavenparralelen"
Der dreistimmige Satz ohne Reminiszenztöne (Parallele Klangreihen)
Parallele Klangreihe
Links

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Klangreihenmusik (Gesamtüberblick)


Hinweis: Um Musik hören zu können, vermag man ein entsprechendes Programm kostenlos aus dem Internet herunterzuladen und zu installieren (zum Beispiel www.winamp.com oder www.real.com).